Janusz-Korczak-Schule

Grundschule - Göttingen

Unser Grundanliegen ist es, unsere Schüler/innen in dem Bemühen das Lernen  selbstständig zu planen, zu organisieren und den individuellen Lernweg zu regulieren sowie die Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen. ( Vgl. Leitbild unseres Schulprogramms und Bausteine 1, 3, 5, 6,9).

Offene Lernsituationen, in denen die Schüler/innen ein Thema oder einen Arbeitsauftrag selbstständig bearbeiten, können nur dann optimal bewältigt werden, wenn die Schüler/innen notwendige Arbeitstechniken, unterschiedliche Lern-, Kommunikations- und Kooperationsmethoden kennen und anwenden können. Dabei haben abhängig vom Lerntyp verschiedene menschliche Wahrnehmungs-, Aneignungs- und Verarbeitungsformen (visuell, auditiv, haptisch, ikonisch, enaktiv, symbolisch, kognitiv, emotional) eine entscheidende Bedeutung für das kindliche Lernen.

Der situationsangemessene Einsatz der von uns ausgewählten für alle Fächer relevanten  Methoden, die in den Unterrichtseinheiten unserer schuleigenen Arbeitspläne Berücksichtigung finden sollen, fördert die Sach- und Sozialkompetenzen sowie die personalen Kompetenzen unserer Schüler/innen. Erst diese Schlüsselqualifikationen ermöglichen das freie Verfügen über Wissen, dessen Anwendung und Weitergabe. Die zu schulenden Teamkompetenzen, die besonders durch kooperative Lernformen im Unterricht trainiert werden können, ermöglichen ein partnerschaftliches Miteinander zum Wohle aller in einer demokratischen Ordnung. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, erfolgte 2005 eine erste Orientierung an dem EVA - Modell von Klippert (siehe Klippert/Müller: Methodenlernen in der Grundschule. Beltz: 2007. S. 45).

Im Schuljahr 2012/2013, nachdem wieder in einem konstanteren Kollegium gearbeitet werden konnte, trugen wir in mehreren Dienstbesprechungen unsere Erfahrungen und Kenntnisse (z. B. aus Fortbildungen) zusammen. Einen Schwerpunkt nahmen die kooperativen Methoden ein.

Die Methoden in den Kompetenzbereichen Lernen (Arbeitstechniken und individuelle Methoden) sowie Kommunizieren und Kooperieren lernen sind  Grundlage unserer Förderung des individuellen Lernens. Fachspezifische Methoden können ergänzt werden.

Im Unterrichtsalltag sollen die in unseren „Methodenkoffern“ aufgeführten Kompetenzerwartungen entsprechend eines Spiralcurriculums vom 1. Schuljahr an aufgebaut werden. Im Schuljahr 2012/2013 hat sich das Kollegium der JKS in den Bereichen Lernkompetenz, Komunikationskompetenz sowie Kooperationskompetenz auf einen Konsens geeinigt. Bei der laufenden Überarbeitung der schuleigenen Arbeitspläne und deren Konkretisierung in Unterrichtseinheiten sollen diese Methodenkompetenzen ausgewiesen werden. Durch das spiralförmige Training in allen Jahrgängen wollen wir unsere Schüler/Innen zu einem selbstgesteuerten Lernen befähigen.

Um das Methodentraining als Bestandteil von Unterricht in den Alltag zu implementieren und aus Erfahrungen gegenseitig zu lernen, werden im Rahmen möglicher Vertretungs- und Zeitressourcen im Schuljahr 2013/14 Freiräume für kollegiale Hospitationen  geschaffen. Auf Wunsch richtet auch die Schulleitung bei Unterrichtshospitationen ihren Beobachtungsschwerpunkt auf das Methodenlernen. Diskutiert wird zur Zeit die Idee, dass sich die Schüler/innen ab Klasse 3 ein Lerntagebuch anlegen, in dem sie die angeeigneten Methoden dokumentieren. Die Umsetzung des Methodencurriculums soll in regelmäßigen zeitlichen Abständen evaluiert und ggf. verändert werden. Dafür wären z. B. Kriterien und Indikatoren für eine Beobachtung und Einschätzung der erlernten Methodenkompetenzen hilfreich (z.B. s. S. 102 in: G. Cwik/W. Risters: Lernen lernen von Anfang an I. Berlin: Cornelsen 2010). Über ein geeignetes Instrument zur Beobachtung und Einschätzung berät das Kollegium im Schuljahr 2013/2014.

Zur Unterstützung des Methodenlernens soll für das Schuljahr 2013/2014 das Finken Material „Lernen lernen“ erprobt werden.