Janusz-Korczak-Schule

Grundschule - Göttingen

 Das Betreuungskonzept am Schulvormittag der Janusz-Korczak-Schule 

 

Die Betreuungskräfte

Das Betreuungsangebot in den ersten beiden Jahrgängen ist fester Bestandteil des Schulmodells Verlässliche Grundschule. Die Schulleitung stellt Betreuungskräfte ein und ist ihnen gegenüber weisungsberechtigt.

  • Betreuungskräfte arbeiten in eigener pädagogischer Verantwortung und halten ständigen Kontakt zu den Klassenlehrern. Die Betreuungskräfte sind für die Eltern die ersten Ansprechpartner bei Fragen oder Problemen. Bei weiterem Beratungsbedarf stehen auch die Klassenlehrer und die Schulleitung für Gespräche zur Verfügung.
  • Betreuungskräfte sollen an Konferenzen/Dienstbesprechungen zur Thematik Betreuung an der Schule teilnehmen und ihre Erfahrungen mit den Kindern einbringen.

 

Das Betreuungsangebot

Für die Betreuung erhalten wir ein Budget zur Errichtung einer einstündigen Betreuung pro Tag für die Kinder der Jahrgänge 1 / 2. Empfohlen werden dabei Gruppengrößen von 15 bis 20 Kindern. Über die Anzahl der Gruppen entscheidet der Schulleiter im Rahmen des Budgets und der Anzahl der zur Betreuung angemeldeten Schüler. Um Planungssicherheit zu erlangen, müssen Eltern ihre Kinder verbindlich anmelden. Die Betreuungsgruppen arbeiten in den jeweiligen Klassenräumen und können nach Absprache auch Werk-, Musikraum oder für Spiele die Sporthalle benutzen. Zur Zeit findet an der Janusz-Korczak- Schule an 4 Wochentagen Betreuung statt. In der Janusz-Korczak- Schule soll eine an den Bedürfnissen der Schüler orientierte Betreuung stattfinden. Deshalb findet eine regelmäßige Absprache zwischen den beteiligten Personen statt.

 

Die Förderung folgender Bereiche sollen bei der Betreuung Berücksichtigung finden:

  • Kreativität kann durch vielfältige gestalterische und darstellende Angebote wie Basteln mit unterschiedlichen Materialien, Werk-, Kunst- und Ausdrucksprojekte angeregt werden.
  • Durch Bewegung und Spielen im Freien soll dem Bewegungsbedürfnis der Kinder Rechnung getragen werden. Zur Verbesserung der Motorik und allgemeinen Kondition auch unter dem Aspekt des angemessenen Sozialverhaltens können

z. B. kleine Spiele und bei entsprechender Qualifikation der  pädagogischen Mitarbeiter Angebote zum Turnen, Toben und Raufen oder Ausdauertraining durchgeführt werden. Das Schulgelände wie auch Sport-, örtliche Spielplätze oder der Wald können als Bewegungsräume nach Absprache genutzt werden.

  • Konzentration und Entspannung können durch Wahrnehmungstraining mit allen Sinnen, Koordinationsübungen zur Vernetzung der beiden Hirnhälften, Stilleübungen wie Mandalas malen, Fantasiereisen, musikalische Reisen, Geschichten erzählen und Vorlesen gefördert werden.
  • Soziale Kompetenzen können durch vielfältige Spielangebote und gemeinsames Nachdenken über Konfliktlösungen und Einbeziehung von Außenseitern gestärkt werden und Verhaltensauffälligkeiten entgegenwirken. Sozialformen wie Partner- und Gruppenarbeiten können trainiert werden.
  • Wertevermittlung kann spielerisch durch eine Verbesserung der Empathiefähigkeit und Auseinandersetzung mit den Gefühlen der anderen Gruppenmitglieder stattfinden.

 

Organisation

Die Betreuer planen in regelmäßiger Absprache untereinander und mit den Kindern die Angebote für den Tag/die Woche. Alle Kinder treffen sich zu Beginn der Betreuungszeit in ihrer Gruppe. Dort findet am Anfang eine kleine Aktion oder Ritual zur Begrüßung und das Vorstellen der Tagesangebote statt. Aufräumen und ein kleines Abschlussritual beenden die Betreuungszeit. Vorwiegend wird in geschlossenen Gruppen gearbeitet. Die Gruppen können auch eine gemeinsame Aktion durchführen.

Bei Ausfall einer Betreuungskraft wird die Gruppe ohne Leitung auf die 2 anderen aufgeteilt. Bei Bedarf können auch Vertretungslehrkräfte oder Lehrkräfte für die Vertretung der Betreuungskraft eingesetzt werden.

Soll ein Kind zeitweise auf Wunsch der Eltern keine Betreuung erhalten, so ist dieses formlos schriftlich bei der Betreuungskraft abzumelden.

Bei auftretenden Disziplinarproblemen sind die entsprechenden Eltern umgehend zu unterrichten. Die Schule behält sich vor, bei sich wiederholenden Disziplinarproblemen wie Missachtung der Schulordnung und geltenden Regeln, Gefährdung anderer Schüler/innen, Eigengefährdung oder Verweigerung von Anweisungen durch die Betreuungskräfte, Kinder zeitweise oder  gänzlich von der Betreuung auszuschließen.